Reit-und Therapiezentrum 


Lena Schröder
 

Was ist therapeutisches Reiten

Das Therapeutische Reiten gliedert sich in vier Fachbereiche:

  • Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd
    (pädagogischer – psychologischer Bereich)  
  • Reiten als Sport für Menschen mit Behinderungen
    (pferdesportlicher Bereich)  
  • Hippotherapie
    (medizinisch-physiotherapeutischer Bereich)  
  • Ergotherapeutische Behandlung mit dem Pferd  

    ( medizinisch-ergotherapeutischer Bereich)  

Reiten - mit Freude den Geist und Körper fordern und fördern

Die wohltuende Wirkung des Reitens auf Körper und Seele ist schon seit dem Altertum bekannt. In den verschiedenen Bereichen des therapeutischen Reitens wird die positive Wirkung des Reitens und des Umgangs mit dem Pferd in unterschiedlicher Weise genutzt.

Das therapeutische Reiten umfasst pädagogische, psychologische, psychotherapeutische, rehabilitative und sozial-integrative Maßnahmen, die über das Medium Pferd umgesetzt werden. Zielgruppe sind Kinder, Jugendliche und Erwachsenen mit körperlichen, seelischen oder sozialen Entwicklungsstörungen oder Behinderungen. Im Mittelpunkt des therapeutischen Reitens steht die Entwicklungsförderung. Reiterliche Fähigkeiten sind eher nebensächlich.

Voltigieren und vor allem der Partner Pferd spricht jedes Kind individuell an. Ruhige, zurückhaltende Kinder werden von dem Pferd oft aus der Reserve gelockt und zum Agieren gebracht. Aufbrausende, manchmal stark agierende Kinder lernen sich zurück zu nehmen und sich der Situation angemessen zu verhalten. Das Pferd reflektiert das Verhalten der Kinder und gibt damit die Möglichkeit die Auswirkung des eigenen Handelns zu erleben. Es entwickelt sich in der Gruppe eine Dynamik die stärkt und dazu motiviert, sozial miteinander umzugehen.


Das Medium Pferd spielt bei der Therapie eine große Rolle

Pferde sind soziale Wesen, die die Persönlichkeit stärken und direkt und sensibel auf jede Person "zugehen". Sie bieten die Möglichkeit der persönlichen Identifikation und der Kommunikation. Pferde akzeptieren jeden Menschen, solange sie gut behandelt werden. Sprache, Nationalität, Aussehen und Intelligenz des Menschen interessieren unsere Vierbeiner nicht. Diese pferdegestützten Therapieformen wecken besonders bei sogenannten "therapiemüden" oder "austherapierten" Klienten neue Motivation.


Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd

Bestimmte Behandlungen, die der Heilpädagogik, Psychotherapie und Psychiatrie entstammen, fasst man heutzutage unter dem Überbegriff Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd (HFP) zusammen. In jedem Fall geht es darum, die individuelle und soziale Reife von verhaltensauffälligen, lern- oder geistig behinderten, bzw. psychisch kranken Menschen erfolgreich zu beeinflussen und zu fördern. Dabei werden die Grundzüge im Voltigieren und Reiten vermittelt. Ich biete dies im Rahmen von Einzeltherapien an.


Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd ist geeignet bei


  • ADS/ADHS
  • Verhaltensauffälligkeiten z.B. Aggressionen
  • Wahrnehmungs- und Entwicklungsschwierigkeiten
  • Geistigen oder Seelischen Behinderungen
  • Trauma- oder Gewalterlebnissen
  • Sensomotorischen Entwicklungsstörungen
  • Lernbehinderungen
  • Sprachentwicklungsdefiziten
  • Auffälligkeiten im Sozial- und Spielverhalten
  • Auffälligkeiten in der motorischen Entwicklung
  • Mangelnder Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Entwicklungsverzögerungen


Der Erfolg stellt sich dabei fast von allein ein, denn der Umgang mit den speziell trainierten Pferden und die Fortbewegung auf dem Tier und die dadurch erfahrenen positiven Erlebnisse stärken das Selbstwertgefühl deutlich. Ängste und Frustration können in vielen Fällen besser bewältigt werden, die Selbsteinschätzung findet ein normales Maß. Oftmals verbessert sich auch die Lernfähigkeit, da während einer Voltigier- oder Reitstunde Konzentration wichtig und permanent gefordert ist. Die soziale Kompetenz steigt durch die Arbeit mit dem Tier. Der Abbau von Antipathien und Aggressionen gehört ebenso zu den positiven Begleiterscheinungen, wie das Erlernen von kooperativem Verhalten. Reiten und Voltigieren übt eine Faszination aus, die mit kaum etwas Anderem vergleichbar ist.